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9. Juli 2009 - Eröffnungskonzert der Kissinger Klang-Werkstatt

Main-Post: Über drei Stunden mit viel Leben auf der Bühne; Jürgen Höpfl

Rhön- u. Saalepost: Kammermusik auf sehr hohem Niveau; Erhard Nowak

Die III: Kissinger Klangwerkstatt brachte den Zuhörern im Rossini-Saal ein buntes musikakisches Programm, dargeboten von einer illustren Reihe junger Künstler. Sie musizierten nicht nur auf hohem Niveau, sondern hatten dabei den größten Spaß zusammen. Ihr Lachen drang aus dem Künstlerzimmer bis in den Konzertsaal und ihr freundlich-froher Umgang auf der Bühne bestätigte ihren ungezwungenen Umgang vor aller Augen. Allen voran die in Georgien geborene Geigerin Lisa Batiashvili, die mit ihrem bravourösen, aber gediegenen Musizierstil ihre Mitspieler zur Gestaltung eines Kammermusikabens animierte, der mit Begeisterungsstürmen bedacht wurde. Sowohl das Programm war mit Werken von Haydn, Mozart, Beethoven, Bacri und Dvorak international bestückt, auch die Ausführenden kamen aus aller Herren Länder. So der Pianist Igor Levit aus Russland, die Pianistin Anna Buchberger und der Cellist Maximilian Hornung aus Deutschland, der Geiger Valeriy Sokolov aus der Ukraine, die Kontrabassistin Alexandra Scott aus England, Guy Ben-Ziony, Bratschist, aus Israel, der Cellist Georgi Kharadze aus Tiflis, sowie Romain Guyot, Klarinette und Francois Leleux, Oboe, aus Frankreich. Alle waren sie Meister ihres Instrumentes, zeigten in eindringlicher Weise ihre außergewöhnlichen spieltechnischen Fähigkeiten und eine, bis ins Kleinste ausgefeilte Ausarbeitung der teils einfachen, teils aber auch äußerst schwierigen Werke. Augenfällig bewiesen sie die längst bekannte Tatsache, dass die Musik eine international verständliche Sprache ist, die zusammenführt und mit der man in friedlichen Wettstreit mitei-nander leben kann. Mit besonders langem Applaus bedacht wurden die hervorragenden Interpretationen der "Kontraste" für Violine, Klarinette und Klavier von Bela Bartok, die Mondorf-Sonatine für Oboe und Klarinette von Nicolas Bacri und das Klavierquintett von Antonin Dvorak, das den außer-gewönlich langen, fast dreistündigen Abend beendete. Man wird diesen Künstlern sicher wieder begegnen, denn das Kissinger Festival ist ja bekannt dafür, dass es jungen Talenten ein Sprungbrett am Anfang ihrer Karriere bietet.