19. Juli 2009 - "Das Wohltemperierte Klavier"
Main-Post: Bach am Nachmittag und Gershwin am Abend; Mathias Wiedemann
Rhön- und Saale-Post: Martin Stadtfeld - mit Bach; Erhard Nowak
Wenn all die Superlative, die man Musikern zuschreiben kann, angebracht sind, dann bei M. Stadtfeld, dem jungen Pianisten, der auch in diesem Jahr wieder seine Zuhörer in Begeisterung versetzte. Über spieltechnische Fähigkeiten braucht man nicht sprechen; sie sind in seiner Klasse selbstverständliche Voraussetzung. Zu bewundern ist seine Gedächtnisleistung und seine physische Arbeit: 24 Präludien und Fugen des 1.Bandes des "Wohltenperierten Klaviers" in einem Zug! Im Vergleich zum Vorjahr, als er die "Goldbergvariationen" mitbrachte, wirkte er jetzt abgeklärter, noch reifer, eigentlich freier und sogar großzügiger in seinem Spiel. Dass Bachs Kompositionen zwar den Schwerpunkt, aber nicht alleine sein Repertoire ausmachen, bewies er mit verschiedenen Zugaben anderer Stilrichtungen. Auch die Aufzählung weiterer Werke in seiner Vita zeigen seine Vielfalt. Stadtfeld verließ ruhig und zufrieden die Bühne - die Zuhörer staunend und etwas benommen den Saal.