Aktuelle News

1770_1827 Beethoven-Metamorphosen

Der Kissinger Sommer gibt sein Programm 2020 bekannt!

Konzert Metamorphosen

Im Beethoven-Jubiläumsjahr 2020 steht der Kissinger Sommer unter dem Motto „1770_1827 Beethoven-Metamorphosen“. Die kreative Auseinandersetzung mit dem rebellischen Wiener Klassiker prägt das Festival mit 58 Veranstaltungen vom 19. Juni bis zum 19. Juli. Neben der Missa solemnis und der neunten Symphonie in hochkarätigen Produktionen mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen und dem französischen Orchester Le Cercle de l’Harmonie erklingen wie immer auch ungewöhnliche Formate in den historischen Konzertsälen. Artist in Residence ist der französische Pianist Jean-Yves Thibaudet.

Motto

Als klassisches Musikfestival präsentiert der Kissinger Sommer eine Auswahl der bedeutendsten Beethoven-Werke, darunter die Symphonien Nr. 1, 8 und 9, die Klavierkonzerte Nr. 3 bis 5 und das Violinkonzert sowie sämtliche Violin- und Cellosonaten. In fünf Solo-Rezitalen setzen sich ausgewählte Pianisten des Kissinger KlavierOlymps mit Beethovens Klaviersonaten auseinander. Die titelgebenden Beethoven-Metamorphosen umfassen Bearbeitungen und ungewohnte Blickwinkel auf das bekannte Repertoire. Die Theaterkompanie Nico & the Navigators hat gemeinsam mit dem Kuss Quartett unter dem Titel „Force & Freedom“ eine poetische Interpretation von Beethovens späten Quartetten erarbeitet, ein inszeniertes Konzert für Streichquartett, E-­Gitarre, Performer und Sounddesigner. Unter dem Titel „Geliebte Ferne“ greift die Kissinger LiederWerkstatt mit sechs Uraufführungen Beethovens einzigen Liederzyklus als Inspiration auf. Die Geigerin Elena Denisova wird eine Violinfassung des zweiten Klavierkonzerts spielen, weitere Denk- und Höranstöße gibt der Beethoven-Metamorphosen-Tag am 18. Juli, der u.a. Beethovens Beziehungen zur Moderne und zur Folk Music thematisiert.

Drei herausragende Einzelproduktionen finden im Rahmen des Projekts „BTHVN 2020“ mit besonderer Unterstützung durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien statt. Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen führt unter der Leitung ihres Chefdirigenten Paavo Järvi Beethovens Missa solemnis auf (11.7.), Le Cercle de l’Harmonie  unter Jérémie Rhorer gestaltet das Abschlusskonzert mit Beethovens neunter Symphonie (19.7.). Als drittes der großen bekenntnishaften Werke des Komponisten erklingt seine einzige Oper in einer Neufassung des Kissinger Zukunftslabors. Unter dem Titel „Leonore“ / „Fidelio“ 2020 erarbeiten Schüler und Studenten aus der Region gemeinsam mit einem Projektorchester aus Profis und Laien unter der Leitung von Johannes Klumpp eine neue Version des revolutionären Werkes.

Besonderes Kennzeichen des vierten Festivals unter der Intendanz von Tilman Schlömp ist neben dem Beethoven-Fokus die kreative Einbeziehung der Bereiche Jazz, Pop und Comedy. 2020 stoßen zur Festivalfamilie Jazz- und Pop-Künstler mit „klassischen Wurzeln“, darunter das Duo Igudesman & Joo, der Pianist Iiro Rantala, Nils Wülker oder Max Mutzke, der mit der klassisch ausgebildeten Pianistin Marialy Pacheco im Kurtheater die hohe Kunst des Duetts pflegt.

Der Pianist Jean-Yves Thibaudet schafft es wie kaum ein anderer, technische Perfektion in den Dienst des musikalischen Ausdrucks zu stellen. Als Artist in Residence des Kissinger Sommers 2020 setzt er einen Kontrapunkt zum Beethoven-Thema. Gemeinsam mit dem Orchestre National de Lyon spielt Jean­Yves Thibaudet Gershwins virtuoses Klavierkonzert, mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin widmet er sich dem zweiten Klavierkonzert von Franz Liszt. Klassiker der virtuosen Kammermusik von Brahms, Prokofiew und Ravel präsentiert er mit der Geigerin Nicola Benedetti. Ganz besonders am Herzen liegt ihm das late­night­Programm, das er mit Musikern des DSO Berlin gestaltet, französische und amerikanische Musik im Grenzbereich zwischen Klassik und Jazz.

Jean-Yves Thibaudet © Andrew Ecclest

Die Partnerschaft mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen als Festivalorchester umfasst neben ausgewählten Kammerkonzerten der Reihe „Kammerphilharmonie & friends“ drei Orchesterkonzerte. Neben der Missa solemnis bringt das Festivalorchester gemeinsam mit dem Pianisten Iiro Rantala eine kreative Auseinandersetzung mit der Wiener Klassik in den historischen Regentenbau, darunter die Neukomposition „Best of Beethoven“. Gemeinsam mit der weltweit gefeierten Sopranistin Angela Gheorghiu eröffnet die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen das Festival am 19. Juni.

Festivalorchester © Julia Baier

Zu den besonderen Formaten des Kissinger Sommers 2020 zählen ein illuminiertes Konzert des jungen Orchesters Baltic Sea Philharmonic unter der Leitung von Kristjan Järvi und eine Aufführung von Carl Orffs Carmina Burana am 125. Geburtstag des Komponisten (10.7.). Dieses Konzert der Bamberger Symphoniker im Innenhof des historischen Luitpoldbades fügt gemäß dem Untertitel des Werkes („imaginibus magicis“) der Musik mit Visuals des Berliner Filmkünstlers Michael Carstens eine weitere Bedeutungsebene hinzu.

2020 umfasst der Kissinger Sommer 58 Veranstaltungen, von großen symphonischen Produktionen bis zur Musikalischen Schnitzeljagd für Familien mit Kindern. Dazu kommen drei Meisterkurse des französischen Pianisten François-Frédéric Guy mit den Teilnehmern des Kissinger KlavierOlymps 2019, außerdem ein Sonderkonzert mit der Pianistin Khatia Buniatishvili am 8. Mai 2020.

Die Kissinger LiederWerkstatt bleibt als traditioneller Ort der Moderne, an dem fast alles erlaubt ist, ein Experimentierfeld auf höchstem Niveau für das Festival. „Hier blüht das Lied in voller Pracht“, schrieb die FAZ über die LiederWerkstatt 2019. Für die Kissinger LiederWerkstatt 2020 schreiben Wolfgang Rihm, Manfred Trojahn, Steffen Schleiermacher sowie drei jüngere Komponisten neue Werke. Die Kissinger LiederWerkstatt wird gefördert durch die Anton und Katharina Schick Stiftung.

Die rund 31.800 Tickets im Angebot zu Preisen von 10 bis 125 Euro sind ab 25.11.2019 unter Tel. +49 971 8048-444 (Mo-Fr 8:30-20 Uhr, Sa/So 10-14 Uhr) sowie unter kissingen-ticket@badkissingen.de und www.kissingersommer.de bestellbar, Mitglieder des Fördervereins Kissinger Sommer können ab sofort bestellen. Das Programm 2020 erscheint im Corporate Design, das 2017 inklusive des neuen Logos von der Berliner Grafikagentur MüllerValentini entwickelt wurde. Im Oktober 2017 wurde das grafische Erscheinungsbild des Kissinger Sommers als „Winner 2018“ mit dem German DesignAward ausgezeichnet.

Neben der einmaligen Bundesförderung für das Beethoven-Jubiläumsjahr konnte der Kissinger Sommer zusätzlich Mittel aus öffentlicher Förderung und von privaten Sponsoren akquirieren, so dass der Anteil der eingenommenen Drittmittel im Festival 2020 mehr als 750.000 € beträgt. Neben den Hauptsponsoren - der Freistaat Bayern, der Bezirk Unterfranken, der Landkreis Bad Kissingen, der Förderverein Kissinger Sommer, die Stadtwerke Bad Kissingen und die Sparkasse Bad Kissingen - tragen 14 Event-Sponsoren sowie Stiftungen, Medien- und Kooperationspartner zum Gelingen des Kissinger Sommers bei, darunter neu in der Kategorie Festival-Partner die Anton Schick Group.

Die erweiterten Serviceangebote behält der Kissinger Sommer auch 2020 bei. Dazu gehören Konzerteinführungen und im Anschluss an ausgewählte Konzerte der „Künstlertreff“ im Schmuckhof. Hier gibt es die Gelegenheit, bei einem Glas Wein mit ausgewählten Künstlern über das gehörte Konzert zu sprechen. Für Besucher aus Würzburg und Fulda bietet der Kissinger Sommer an je drei Konzerttagen einen Shuttle-Bus an. Die Bustransfers sind beim Ticketkauf buchbar.