Kissinger Sommer 2017

Eröffnungskonzert 2017

Hier die Impressionen vom Abend.


Eröffnungskonzert (5) © Sonja Werner


Der Kissinger Sommer hat begonnen!

Der Kissinger Sommer ist mit einem fulminanten Eröffnungskonzert in sein 32. Jahr gestartet. Am 16. Juni eröffneten Schirmherr Prof. Hans Maier, Oberbürgermeister Kay Blankenburg und Kuratoriumsvorsitzende Staatssekretärin Dorothee Bär das Festival. Im anschließenden Konzert stellten sich die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen und ihr Chefdirigent Paavo Järvi dem Kissinger Publikum als Festivalorchester vor. Die gefeierte Geigerin und Grammy-Preisträgerin Hilary Hahn spielte das vierte Violinkonzert von Henri Vieuxtemps, mit der zweiten Symphonie von Johannes Brahms klang das Konzert aus. Der Abend wurde vom Bayerischen Rundfunk auf BR Klassik live übertragen. In Bild und Ton ist das Konzert außerdem ab Ende Juni als video on demand auf br-klassik.de abrufbar.

Auch mit ihrem zweiten Konzert am Sonntagabend konnte die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen die Herzen des Kissinger Publikums erobern. Der Pianist Arcadi Volodos spielte Beethovens dramatisches drittes Klavierkonzert – im langsamen Satz gab es Momente spannungsvoller Stille, in denen man die sprichwörtliche Stecknadel hätte fallen hören können.

Der Kissinger Sommer bietet noch bis zum Abschlusskonzert am 16. Juli zahlreiche hochkarätige Konzerte mit großen Stars wie Julia Fischer, Grigory Sokolov oder Kent Nagano, daneben aber auch unterhaltsame Programme und neue Formate, wie z.B. die „Palastrevolution“ am 8. Juli mit Ute Lemper, dem Turtle Island Quartet und vielen weiteren Künstlern oder den Paganini-Abend am 5. Juli mit dem Schauspieler Rufus Beck. Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen ist am 9. Juli noch einmal zu Gast in Bad Kissingen, diesmal gemeinsam mit der Schauspielerin Katja Riemann. Auf dem Programm steht die Schauspielmusik von Felix Mendelssohn zu Shakespeares „Sommernachtstraum“.


Pressestimmen zum Eröffnungskonzert


Bravorufe für Hilary Hahn

Hohe Erwartungen lasten auf dem Festivalorchester, das für fünf Jahre eine Allianz mit dem Kissinger Sommer geschlossen hat. Diese Erwartungshaltung parierte die Bremer Kammerphilharmonie mit überbordender Spielfreude. (...) Die pure Lust am Konzertieren stand allen ins Gesicht geschrieben. Auswendig dirigierte Paavo Järvi. Sehr lebendig die Dynamik der Streichregister. Einfühlsam die Holz- und Blechbläser im Scherzo. Energiegeladen und feurig das Finale. Und dann kam Hilary Hahn in einem weiß-blau-grünen Sommerwiesenkleid, das ihre Natürlichkeit und ihr Selbstverständnis unterstrich. Sie hat keine Allüren, ihr geht es rein um die Musik. (...) Kein Wunder, dass Bravorufe und Beifall vor dem Finalsatz erklangen, in dem Hahn, Järvi und das Orchester sich in einen Klangrausch spielten.

Angelika Silberbach, Mainpost, 19.6.2017


So kann es weitergehen

Es muss so etwas wie Liebe auf den ersten Ton gewesen sein: die ersten Bravos schon nach der Einleitung, Robert Schumanns Ouvertüre, Scherzo und Finale. (...) Nein, die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen unter der Leitung von Paavo Järvi hat die Kissinger-Sommer-Besucher – in diesem Jahr übrigens auffallend viele Auswärtige – regelrecht überfallen und entwaffnet mit ihrem musikantischen Schwung, mit ihrer ganz offensichtlichen Spielfreude, mit ihrer Virtuosität und Präzision.
(...) Der Effekt waren echte, nachvollziehbare Dialoge, die nicht im virtuosen Blendwerk untergingen, waren Ausbrüche des Orchesters, in denen sich die Solistin trotzdem behaupten konnte, ohne sich allzu sehr anstrengen zu müssen.

Thomas Ahnert, Saale-Zeitung, 19.6.2017